Bürgen Bedeutung

Garanten Bedeutung

Synonyme für Vouch for . ("Ein anderes Wort für Vouch for"). Zweck dieser Formvorschrift ist der Schutz des Bürgen. Im Falle einer Bürgschaft auf erstes Anfordern muss der Bürge diese bei der Zahlungsaufforderung des Vermieters angeben. Der Rechtsspruch "Bürgen sollten erwürgt werden" wurde nur beantwortet, wenn Sie eine rechtliche Analyse der Herkunft haben.  

Bürge/Bürgende

Die Rechtsbeziehung zwischen einem Kreditor und einem Kreditnehmer beruht darauf, dass der Kreditnehmer mit dem Kreditgeber für einen bestimmten Zeitraum vereinbaren muss, dass er ein dem Kreditgeber gehörendes Objekt, z.B. Saaten oder Nutztiere, verwenden darf. Der Kreditgeber kann bis zur Rückzahlung des fälligen Betrages einen Objekt als "Sicherheit für seine Forderung" (Haase / Keller, 177) zurückbehalten, den er am Fälligkeitstag an den Kreditnehmer weitergibt und der mit verschiedenen Nuancen als "Pfand" bezeichnet werden kann (hebräisch: ??????? ', ??????? ???? ', ??vol???rubb?h?? '?vô?, ?????vol?h??? 'er?vôn) (? Pfand).

Im Rahmen des rechtlichen Instituts des Bürgen (?????'?rav) sorgt der Kreditor für die Begleichung seiner Forderungen durch einen Dritten, der sich verpflichtet, die Zahlung der Forderungen durch den Schuldner zu bürgen. "Die Bürgein ist gegenüber dem Kreditgeber zur Einhaltung einer Verpflichtung des Schuldners gegenüber dem Kreditgeber verpflichtet" (Haase / Keller, 150).

Der Begriff "Bürge" stands in connection with "Burg, Gebäorgenheit, Hut" (castle, security, hat) and "in Gebäorgenheit bring, schützen, sichern" string (Beyerle, 599). "Die älteste Garantie hat den Anspruch und den Anspruch, die Garantien vor Vergeltung und Gewalttätigkeit zu bewahren, dem verhafteten oder als Geisel genommenen Mann ein vorteilhafteres Ticket zu geben" (Beyerle, 621). Mit den Nachschlagewerken und Übereinstimmungen werden mehrere gleichnamige Ursprünge von ????? '?rav unterschieden.

Ausschlaggebend ist ?????'?rav I Fragebogen': - Für Personen:'Als Garant eintragen' (Sir 29,14[Lutherbibel: Sir 29,18]), ? engý? hó ngyos' Garant' (Sir 29,15f. [Lutherbibel: Sir 29,21f. 2 ) und ? h? h? h? h? engý?'Garantie' (Sir 29,18f. [Lutherbibel: Sir 29,25f.]). Impressum. - Die besondere Bedeutung "Ergreifen" ist in Neh 5,3 zu finden, nach BHS auch in Neh 5,2. - In diesem Zusammenhang ist auch die Bedeutung "Austauschen" aus dem Gebiet des Weltmarktes zu sehen: Ez 27,9.27. - Bezugnahme auf Gott:

Isa 38,14; Jer 30,21; Ps 119,122; Hi 17,3. Vier Nomina können bis zur Basis'?rav I' zurückgeführt werden: I': I' ?????erubb?tum?rubb?h'?rubb?h "Kautionsbürgschaft / Verpfändung ", die auf dem akkadischen Equivalent basiert; erubb?tum " pledge " (pluraletantum) (AHw I, 248): 1Sam 17,18; Spr 17,18. Die in Ugarit als rbn "Garantin / Verpfändung bzw. Sicherheit" (Olmo Lete/ Sanmartín I, 181f) dokumentierte "Verpfändung": Gener 38,17.18.20. Der Ausdruck wurde auf griechisch verwendet: ??? oder ??? oder Lippert (93).

Laut Oepke (602-605. 623f.) kommt mesiteú? in Hebr 6,17 der Bedeutung "bürgen" und in Hebr 8,6; Hebr 9,15; Hebr 12,24 mesiteú? Die " Bügschaft " nahe. In Hebr 7,22 wird die Adresse ??????,22 eingegeben und der " Bürge ". Die juristische Einrichtung der Garantie ist "im Mesopotam[isic] cuneiform Texte aus der Hälfte des dritten Jahrhunderts v.v.".

Chr. .... bis zur lichten[enistischen] Zeit.... in unterschiedlichen Terminologien und in unterschiedlichen Ausprägungen" (Neumann, Burgschaft, 822). Mit den für "bürgen" benutzten Verbräuchen betritt eine Person "als Schutz für jemanden[itt]" (Lipi?ski, 350). Die Bürgein sichert den Vertrag über ein Kreditverhältnis zwischen einem Kreditgeber und einem Debitor für den Falle, dass der Debitor seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann.

Danach ist der Garant mit seinem Lebensweg als Pfandgeber haftbar. Schon der " Schuruppager Konzil " (um 2500 v. Chr.) mahnt - vergleichbar mit dem Sprichwörterbuch - vor den Gefahren einer Garantie (siehe unten für 6.1. unter 4.1.2.). Um 2031 v. Chr. wurde eine Urkunde über die Bürgschaft von Nippur ausgestellt, in der die Mütter und Schwestern eines sklavischen Mannes in Gegenwart von sieben Zeuginnen und Zeuginnen ("kollektive Bürgschaft"; Minikner 1979, 23) sicherten, dass er seinem Herrscher nicht entkommen würde (Lutzmann / Römer, 201).

Es wird unterschieden zwischen der ursprünglichen "Präsentationsgarantie", die den Garanten verpflichtet, den Debitor am Fälligkeitstag auf den Kreditgeber zu übertragen, der "stillen Gesellschaftergarantie", auf deren Grundlage der Garant garantiert, dass der Debitor aufgrund des Flugrisikos am Leistungsort bleibt, und der nachträglichen " Zahlungsgarantie ", nach der der Garant die nicht rückerstatteten Verpflichtungen des Debitors bezahlt (Petschow 1956, 84f).

"Der Kreditor wird durch die Tätigkeit der ihm als Verpfändung gegebenen Personen entschädigt" (Antichrese = Gegenbenutzung; Lipi?ski; 350). "Die Gewährleistungsverpflichtung ist zunächst nur inhaltlich auf die Erfüllungsbereitschaft des Zahlungspflichtigen beschränkt. Die Bürgin bürgt zunächst nicht für die Leistung des Zahlungspflichtigen, sondern verpflichtet sich lediglich, dass der Zahlungspflichtige dem Zahlungsempfänger vorgelegt wird oder dass der Zahlungspflichtige am Erfüllungsort bleibt.

Die[ Garantie] soll dem Kreditgeber die Gelegenheit geben, den nicht zahlenden Kreditnehmer im Wege der persönlichen Zwangsvollstreckung zu belasten. Erst später wird die Garantieerklärung dahingehend verlängert, dass der Garant nun auch die Leistung des Zahlungspflichtigen verspricht. Allerdings wurde auch in neubabylonischen Zeiten zwischen diesen unterschiedlichen Formaten differenziert und die "Fußgarantie" ('.... um den Fuß[des Schuldners] zu garantieren]') von der Zahlbürgschaft ("um die Zahlung zu garantieren") getrenn.

Das Eintreten des Bürgschaftsfalls führt dazu, dass der Bürge mit Leib und Seele den Kreditgeber ebenso verliert wie der in Verzug befindliche Kreditnehmer, dessen Ersatzgegenstand er ist," (San Nicolò, Bürgermeister, 78). "Im Falle eines Zahlungsverzugs (oft zur Erntezeit) können Nachtragszinsen oder mit Strafen bedrohte Dienstleistungen vereinbaren werden.

Die Zinsannotation in Gestalt von Diensten und das datio in solutum" (Neumann, Loan, 326), wonach der Debitor "in Abwesenheit von Geldern Anspruch auf Abgabe von Korn oder gar Sardellen, nach dem Königsumrechnungskurs..." (San Nicolò, Loan, 125) hat, werden bescheinigt. Der Kodex Hammurabi 51 gibt ein Beispiel: "Wenn er[der Schuldner] kein Rückgabegeld hat, soll er dem Händler nach der Vorschrift des Königes für den kommerziellen Wert des vom Händler erhaltenen Gelds und der darauf entfallenden Zinszahlungen zum Sesampreis ("Getreide oder") geben" (TUAT I, 51).

"Sowohl Privatleute als auch (Vertreter von) Einrichtungen (Tempel, Palast) erschienen als Gläubige. "2 "2 Jahre früher hätte der Debitor Ibni-Nabû "an den Rindertempel Eanna ....[in Uruk] 41 Rinderkopf " (Petschow 1959, 242) oder sein Garant, ein Beamter am Rindertempel Ebabbara in Larsa, hätte entweder den Debitor übertragen oder die Schulden selbst zurÃ?

In der zwei Jahre später herausgegebenen Schuldenurkunde wird der Bürge aufgefordert, seine Verbindlichkeiten auf die eine oder andere Art und Weise bis zu einem Tishri (neunwöchentlich) zu begleichen. Die " Präsentationsgarantie mit subsidiärer Leistungsversprechen " zwingt den " Garanten, den Debitor zum für die Garantieerklärung festgelegten Fälligkeitstermin zum Gläubigertempel zu bringen oder im Falle der Nichtvorlage selbst die Verbindlichkeit zu erbringen " (245).

Ein Dokument für eine Zahlungsgarantie verpflichtet den Bürgen, das geliehene Rind anstelle von drei Schuldnern zu ersetzen: "Wenn die Schuldner N, R und A (das verdammte Rind) nicht mitbringen und nicht in das Tempelgut von Eanna einbringen, wird der Bürge (das verdammte Rind) das Tempelgut von Eanna bezahlen" (Petschow 1956, 85).

Von Mari ist eine Garantieerklärung aus dem Jahr 1709 eingegangen, nach der ein Mann für 6 Monate für 6 Monate Geld für 625....000 Euro gibt. Kommt der Debitor den Geldbetrag zum angegebenen Fälligkeitstermin nicht zurück, verkauft der Garant seine Frau, die er als Sicherheit behalten hat, als Sklaven (Hecker, 40). "Sieben Garantieunterlagen sind aus Ugarit bekannt, teils in akadischer und teils in ugarischer Landessprache (z.B. RS 15. 81), teils in Ugarit-Sprache (z.B. KTU 2. 3)" (Tropper / Vita, 116).

Der jeweilige Bürge wird wiederholt mit einer drastischen Geldstrafe (116f) bedroht, falls der Debitor ohne Rückerstattung seiner Schulden ins Inland ausläuft. Eine Garantie im engen Sinn für die afghanische Zivilisation ist nur in demotischen Zeiten (ab etwa dem siebten Jahrhundert v. Chr.) dokumentiert (Seidl 1968, 66; Lipert, 54.85f.).

Weil vor allem in der Kollektion 22,17-23,11/Sprin 24,22 zum einen die Korrespondenzen mit der "Amenemope-Lehre" besonders schmal sind, zum anderen aber keine Ergänzung zu den Beweisen für die Sicherheit in 22,26/Sprin 24,21 (siehe unten 4.1. 2.) besteht, ist ein Indiz für den Negativbefund erkennbar (Römheld, 38f; Richter, 31).

"Die Beilegung der fälligen Forderungen wurde durch Eid, notarielle Beglaubigung (falls erforderlich vor Gericht) und durch bei der Abwicklung anwesende Zeuginnen und Zeuginnen gewährleistet. Alternativ kann auch anderes Vermögen des Zahlungspflichtigen beschlagnahmt werden. Die Intervention eines Nebenschuldners als Bürge (Zahlungsgarantie) oder gar nur eines Präsentationsgläubigers, der gewährleisten müsste, dass der Debitor am Fälligkeitsdatum zur persönlichen Zwangsvollstreckung zur Verfuegung steht, war bis spaetestens am Tag nicht bekannt (stille Gesellschaftsgarantie).

Der in Ägypten aus der Zeit um die sechzigste Herrschaft gebräuchliche Begriff "bedeutet buchstäblich, die Hände zu ergreifen" und verweist wahrscheinlich auf die Begleitgeste, in der der Garant und der Kreditgeber die Hände schütteln" (Lippert, 105). In den großen juristischen Sammlungen ( Law) des Pentateuch wie dem "Bundesbuch" (Ex 20,22-23,19), der "Privilegrecht" (Ex 34,10-26), dem "Heiligkeitsgesetz" (Lev 17-26) oder dem "deuteronomischen Gesetz" (Dtn 12-26; Deuteronomium) ist keine Vorschrift über das Rechtstitel der Garantie zu finden.

Juda gibt sich dann als persönliches Versprechen (Ebach, 321; San Nicolò, Kaution, 77): "Ich selbst stehe für ihn als Bürgen ein. Wenn Joseph Benjamin ihn in Ägypten behalten will, erfüllt Juda seine Pflicht und gibt sich als Garant an: "Denn dein Diener hat sich für den Knaben vor meinem Väter eingesetzt wie folgt:

Juda offeriert natürlich "die Lebensarbeitsleistung als Erfüllungsort für die eingegangene Verpflichtung" (Ebach, 321). Auffallend ist, dass die Geschichte des Joseph-Spiels im agyptischen Kulturkreis das Grundmotiv der Garantie präzise aufgreift, obwohl dies erst in späterer Zeit bewiesen wird. Im Allgemeinen besteht nach Ansicht des Sprichwörterbuchs die Möglichkeit einer unberechenbaren Abhängigkeiten beim Abschluss einer Garantie - vor allem bei einer "fremden" Persönlichkeit.

Der weise Warnhinweis in Pr 6:1, eine Sicherheit so weit wie möglich zu vermeiden, fällt mit der vorangegangenen Verwarnung vor der ausländischen Person zusammen (Pr 5:1-23), dass mangelnde Umsicht tödliche Folgen sowohl für die Beteiligung an einer Liebesaffäre als auch für die unkalkulierbaren rechtlichen Folgen einer Sicherheit haben wird (Plöger, 62).

Ein Bürgschaftsvertrag führt zur Geiselhaft durch die eigenen Aussagen (Pr 6,2). Es werden Berufungen an den Bürgen gerichtet, um alle Bemühungen zu unternehmen, um das von ihm eingeleitete Abhängigkeits-Verhältnis umzukehren (Pr 6,3-5). Zu hoch scheint natürlich das Verlustrisiko, am Verfallsdatum die Verantwortung für die Verbindlichkeiten des Hauptschuldners mit eigenem Vermögen übernehmen zu müssen und selbst zum Pfand des Kreditgebers als Schuldner zu werden ( "Hausmann, 340; Beertheau, 28).

Die Bürgein ist sowohl der Solvenz und Zahlungsmoral des Debitors (Schäfer, 155) als auch der Forderungen des Kreditors unterworfen. Der " Rats des SCHURUPAG " aus der alten sumerischen Zeit (ca. 2500 v. Chr.; Römer, 21) mahnt mit gleicher Dringlichkeit vor den mit einer Garantie einhergehenden Risiken: "Du sollst keinen Bürgen mitbringen; der Betroffene wird dich ergreifen!

Ihr (!) werdet nicht für eine Sicherheit sorgen". Der gewalttätige Mann wird von Römer entweder als Garant der Präsentation interpretiert, der "im Fall eines Fluchtversuches des Schuldners" die Verantwortung für die Rückkehr der entkommenen Personen übernehmen muss, oder der "den Schuldner bei vorhergehender Begleichung seiner Schulden mit der Begleichung konfrontiert" (Römer, 51). Wie die angesprochene Personen ("mein Sohn") und die beiden anderen Nomina ??? rea' "Nachbar" und ??? z?r "Fremder" im Verhältnis zu einander standen, scheint in Spring 6,1 fast unauflöslich, zumal ?????' hier nur mit ?? l? "for" (Spr 6,1) errichtet wird und nicht wie sonst mit Anklage: "Mein Junge, wenn du als Sicherheitsbeauftragte für deinen Nachbarn eintrittst, hast du dem Unbekannten die Hände geschlagen".

Die nächste identifizierte er mit dem Unbekannten anhand der beiden parallelen Halbseiten. Die beiden Nomina standen für den Debitor, für den die angesprochene Partei als Bürgin fungiert hatte (Delitzsch, 104f). Die Identifizierung zwischen dem Nachbarn (Stammesbruder, Freundin, Nachbar) und dem Unbekannten (der außerhalb der Gastfamilie stehend, "Außenseiter") rechtfertigt er damit, dass in Aramäisch, Syrien und Talmudisch die Verknüpfung von ????? ?? `. l? ??? der von ????? `?? mit Anklage entspricht (Snijders 1954, 82-84).

Neben dem Verben "enter as guaranteeor" (Spr 6,1a) gibt es in Spr 6,1b einen Satz: ???????? ??? t?qa t?qa' kaf "beat the palms of your hands". Das mit der Garantie einhergehende Händeschütteln hat in den nahöstlichen Kulturkreisen Vorbildcharakter. Der alte babylonische Satz "Person X ist seine Hand" bezieht sich auf den Bürgen (Koshaker, 15f), "der sich durch den Ritus der Hände sinnbildlich in die Macht des Gläubigen für den Fall der bürgt.

Als edelstes Instrument des Menschen eignet sich die Handfläche von besonders gut, um die Persönlichkeit darzustellen. Andererseits ist es damit auch das Sinnbild für die Dominanz und Macht, die jemand über eine Figur oder ein Ding übt. Somit übergibt der Garant, indem er seine Handfläche in die Hände des Kreditgebers legte, sinnbildlich seine Persönlichkeit in seine Verfügungsgewalt, d.h. er übergibt sich möglicherweise, für den Eintritt des Garantiefalles, seinem Zugang.

Sie ist " haftbar, d.h. mit ihrem Organ gegenüber dem Kreditgeber für die Schuldenerfüllung " (17). In der neuen babylonischen Periode geht Koschaker davon aus, dass der Garant sein Wort mit der Handbewegung gibt (105f. 219-226; Menkner 1979, 23). Der Handschlag kann in Bibeltexten entweder die Unterzeichnung einer Gemeinschaftsvereinbarung ("Covenant") mit dem Satz ????? ??? ??? j?d j?d j?d "shake hands" (2Kön 10,15; Ez 17,18; Helsingør 10,19) oder eine Garantie mit dem Satz ?????? ??? ??? n?tan' qaf sein oder

Nach den in den nahöstlichen Grenzkulturen belegten Gemeinsamkeiten ist davon auszugehen, dass der Garant in 6.1b. einen Händedruck mit dem Kreditgeber zugunsten des Kreditnehmers (nach Dativus commodi) geändert hat (Delitzsch, 105). Unter " Nachbar " versteht Boström nicht den Debitor, sondern den Kreditoren, d.h. "einen inländischen Gönnerheiligen" (Boström, 98), z.B. einen Vermieter, dem die angesprochene Personen eine Sicherheitsleistung für die Rückzahlung der Schulden garantieren, während "Fremder" einen auswärtigen Debitor, wie beispielsweise einen Häusler, bezeichnet, dem die angesprochene Pers. seine Verbindlichkeit durch einen Händelschütteln zusichert hat (Spr 6,1).

Von besonderer Bedeutung ist die Rolle des Bürgen als Vermittler zwischen dem Gewerbetreibenden und dem Inlandsgläubiger (Boström, 97-101). Das strenge Urteil gegen die Garantie begründet Boström damit, dass sich das Handelssystem in den Händen von ausländischen Staatsbürgern befand und dass daher "Pakete mit Ausländern" (100) eine unannehmbare Bedrohung darstellten und zu einer unerträglichen Ausbeutung führten (Pr 20:16).

Die möglicherweise starke Verwarnung basierte auch darauf, dass durch eine Garantie ein gewinnbringender Ertrag erzielt werden konnte (siehe 19. Jahrhundert (Lutherbibel: 29. 26. Jahrhundert); Boström, 54-57. 98; 1954. 86. Februar). Andererseits würdigt Meinhold in der angesprochenen Persönlichkeit einen Lokalen, der "dem Langstreckenhändler eine Garantie für einen Nachbarn zur Profitspekulation gegeben hat" (Meinhold, 110).

Weil die Verpflichtung, für die Verschuldungen eines anderen zu bürgen, durch den Händedruck verbindlich wird, bestätigen die inhaltlichen Gegensätze "als Garant für einen Fremdling aufstehen" und "Händedruck hassen" in Pr 11:15 die deutliche Verwarnung vor der Übernahme einer Sicherheit. Garanten mit Händeschütteln "vor dem Gesicht seines Nächsten" (möglicherweise ein Zeugnis des Gesetzesaktes) sind gleichbedeutend mit einem unbedachten Akt "ohne Herz" (Pr 17,18).

Laut Spr 20,16 // Spr 27,13 sollte sich jemand, der "Fremden" (???????? nåkhrîm; Spr 20,16) oder "Fremden" (Spr 27,13) eine Garantie gibt, nicht überraschen, wenn er sein Wort halten und das Los eines Schuldigen selbst ertragen muss: "Nimm sein Gewand, denn er ist als Garant für einen Außenstehenden eingestiegen.

Die Bürgein sollte erkennen, "dass sie nun durch Beschädigung weise werden muss", erkennt Hausmann in der abgenommenen Schürze ein Verpfändung, auf die der Kreditgeber nach der Verarmung der Bürgein noch zurÃ?

Schliesslich mahnt Spr 22,26 auch vor einer Sicherheit durch Handshake. Im Falle der Insolvenz des Zahlungspflichtigen wird dem Bürgen die Beschlagnahmung seines ganzen Vermögens angedroht. Da es jedoch in Amenemopes Unterricht zum Themenbereich Bürgschaften keine Übereinstimmung gibt und dies auch für Ägypten erst in der Demotiezeit bewiesen ist, kann davon ausgegangen werden, dass diese Rechtsinstitution dort erst in der späten Zeit eine wichtige Funktion hatte (siehe 3.3. oben).

Der wiederholte Warnhinweis vor einer Garantie im Spruchbuch bezweckt wahrscheinlich keine grundlegende Zurückweisung (z.B. Meinhold, 108. 292, wodurch er 22. 26f. von ihr befreit ), sondern verweist vor allem auf "ausländische" Debitoren, die nicht zum Familien- und Bekanntenkreis zählen (Spr 6.1; 11.15; 20.26 // 27.13).

Die Publikation Jesus Sirach mahnt zunächst in Syr 8,12f (Lutherbibel: Syr 8,15f.) vor Garantien, schlägt sie aber in Syr 29,14-20 (Lutherbibel: Syr 29,18-27) unter Berücksichtigung von Vorsichtsmassnahmen für den "Nachbar" als Debitor vor. Der Ratschlag von Luther (Lutherbibel: Herr 8:15f.) lautet, einer Persönlichkeit keine Kredite zu gewähren oder zu garantieren, wenn sie übergeordnet ist.

Damit verbunden ist die Gefährdung, dass der Garant aufgrund fehlender Vollstreckungsbefugnisse nicht in der Lage sein wird, die Einziehung der Forderung bei einem stärkeren Zahlungspflichtigen am Fälligkeitstag zu erzwingen ( " Säugetier ") (Sauer, 97). Kredite und Garantien sind unweigerlich mit einer sozialen und finanziellen Schieflage verbunden. Hinter dieser Mahnung verbirgt sich die zunehmende Bedeutung des Geldverkehrs seit der persischen Zeit und im griechisch-hellenistischen Kontext von Jesus Sirach (Sauer, 97; Marböck, 138).

Dennoch geht die Geschichte der Garantie auf die alte babylonische Zeit zurück. Verleih (Sir 29:1-7[Lutherbibel: Sir 29:1-10]), Spenden (Sir 29:8-13[Lutherbibel: Sir 29:11-17]) und Bürgschaften (Sir 29:14-20[Lutherbibel: Sir 29:18-27]; Gregory, 134f). Unser Verhaltenskodex ( Ethik) zwingt uns, wegen unseres eigenen materiellen Wohlstandes als Garanten für unseren Nachbarn zu fungieren (Sir 29:14[Lutherbibel: Sir 29:18]).

Weil der Garant seiner eigenen Lebensweise verpflichtet ist, verdient er einen dauerhaften Dank (Sir 29:15[Lutherbibel: Sir 29:20f.]). Die unverantwortlichen Handlungen von gerissenen Schuldnern ("Sündern") treiben einen reichen Bürgen in den Untergang ( "Sir 29:16-18"[Lutherbibel: 29:22-25]). Der " sündige " Mensch instrumentiert eine Gewinnbürgschaft, eventuell durch einen Zuschlag auf die zu tilgende Forderung (Gregory, 157), erkennt aber die daraus entstehenden rechtlichen Folgen nicht (Sir 29:19[Lutherbibel: Sir 29:26]).

Erst in Neh 5.2f. übernimmt ?????'?rav die Bedeutung von'attach', d.h. die Sicherung der Debitoren gegen die jeweils durch ein Pfandrecht garantierten Kreditoren. Durch die wiederholte Abbildung der etymologischen " Tauschbörse " (Ez 27,9. 28; Raumli, 624f) ?????'?rav und das dazugehörige derivative ??????? erhält ma'?r?v eine erweiterte wirtschaftliche Bedeutung.

Drei Mal wird ?????'?rav in seiner besonderen Bedeutung auf das Werk des Herrn überführt, um das eine Person in Bedrängnis bittet und das sie erbittet (Jes 38:14; Ps 119:122; Hi 17:3). Gemäß Jer 30,21 verbürgt sich Gott für das Schicksal eines Herrscher, der sich ihm nähert. Stellt euch als Garant für mich zur Verfügung! Die Substantive ????????rav??'å?qâh und das Verbformat ?????'?rav kennzeichnen korrespondierende Rechtsbegriffe (Begrich, 41; Wilddberger, 1463).

Bemerkenswert ähnliches gilt für den betenden Mann, der in Ps 119,122 JHWH ruft, sich für ihn als Garant gegen ihn einzusetzen "unterdrückende", vermessene Widersacher (Deißler, 220f). Er bittet JHWH aus Rücktritt über die "traurigen Tröstereien" (Horst, 243) seiner Freundinnen und Freundinnen (Hi 17,2), sich für ihn als Bürgen einzusetzen: "Legt sie nieder! Steht als mein Garant bei euch!

"Aufgrund des komplizierten Texts wird "mein Versprechen" jedoch oft in Bezug auf die Peschitta ?????????'årvénî "interveniert als Garant für mich" als ????????? 'ær?vonî' ausgesprochen. Mit der rhetorischen Fragestellung "Wer ist der Eine", die in angenehmer Weise wie Jer 30,21b (siehe unten) eingeführt wurde, wird angedeutet, dass eine solche Garantie nur von Gott gegeben werden kann.

Das die Garantie bestätigende Handshake, das in der Regel zwischen Bürge und Kreditgeber zu übernehmen ist (Horst, 258; 754f.), wird hier von Gott als Bürge zugunsten von Job durchgeführt (nach Delitzsch, 105 ??? l? "for" ist alsativus commodi wie in Spr 6,1 zu verstehen).

JHWH gibt in einem Dokument im Rahmen des Komfortschreibens ( Jeremiabuch) aus eigener Initiative bekannt, als Garant für einen Machthaber zu stehen, dem er nahestehen wird und der sich ihm zuwenden darf (Jer 30,21a). JHWH bittet in Jh 30,21b um rhetorische Worte (Weiser, 273): "Denn wer (ist) derjenige, der als Garant dafür eintritt, dass sein Innerstes zu mir kommt, sagt JHWH?

Der Bürge JHWHs ist erforderlich, weil sonst der Fürst in unmittelbarer Nachbarschaft zu Gott sterben würde (vgl. 1. Mose 32,31; Ex 19,21; Ex 33,20; Lew 10,1-5; Lew 16,2; Num 4,20; Num 8,19; Don 5,24; Rif 6,22f.; 2Sam 6,6-11; Jesaja 6 ,5; Neh 6, Neh 6. und 1, Rupubolph 193). Der pleonastisch fragende Satz "wer (ist) derjenige, der" (vgl. Ps 24,10; Öst 7,5) deutet, wie in Hi 17,3, an, dass niemand (außer Gott) zu einer solchen Garantie fähig ist (Fischer, 137f).