Rollover Kredit

Prolongationskredit

Zahlreiche übersetzte Beispielsätze mit "Rollover Credit" - Englisch-Deutsches Wörterbuch und Suchmaschine für Millionen von englischen Übersetzungen . Die klassischen Instrumente des Euromarktes zur Finanzierung von Unternehmen sind der Eurofixed Rate Credit und der Roll Over Credit. Viele übersetzte Beispielsätze mit "Rollover Credit" - German-English dictionary and search engine for German translations. Prolongationskredit: Prolongationskredit. Das Roll-over-Darlehen ist eine spezielle Form des Darlehens und wird von privaten Unternehmen und der öffentlichen Hand genutzt.  

Rollover-Kredit - Business-Enzyklopädie

Mittel bis langfristiges Euro-Darlehen, das entweder als Festdarlehen oder in Gestalt einer Darlehenslinie (Back-up-Linie, Stand-by-Linie) gewährt wird. Die daraus resultierenden Zinsrisiken der Kreditinstitute werden in Gestalt einer periodischen Zinskorrektur (d.h. Roll-over-Kredit alle 3,6 Monaten zu festen Terminen) auf Basis eines festgelegten Referenzzinssatzes (z.B. LIBOR) an den Gesamtdarlehensnehmer weitergegeben.

Die Verzinsung besteht aus zwei Bestandteilen. Dies sind der festgelegte Referenzzinssatz zuzüglich einer Prämie (Spread, Marge), deren Betrag in erster Linie von der Kreditwürdigkeit und der Verhandlungsstärke des Schuldners abhängt. Mittel- bis langfristiges Darlehen, bei dem der Zins alle drei oder sechs Monaten regelmässig an die jeweiligen Marktbedingungen (Referenzzins, z.B. Libor) angeglichen wird.

Der Kreditbetrag (Darlehen) kann je nach Struktur während der ganzen Dauer fixiert oder zum entsprechenden Prolongationsdatum geändert werden. Roll-over-Kredite unterscheiden sich von herkömmlichen Krediten dadurch, dass dem Kreditnehmer ein längerfristiges Kreditgeschäft gewährt wird, die Banken das Kreditgeschäft jedoch regelmäßig über kurzfristig verfügbare Geldmarktfonds refinanzieren. Dabei sind die Kreditbedingungen, vor allem der Zinssatz, eng an die regelmäßigen Möglichkeiten der Refinanzierung anlegbar.

Dabei wird der Zins von Refinanzierungszeitraum zu Refinanzierungszeitraum zurückgesetzt. Für den Darlehensnehmer hat dies den Nachteil, dass er über ein lang- oder mittelfristiges Darlehen zu marktnahen Konditionen verfüg. Bei der periodischen Umfinanzierung hat er die Wahl, die Dauer der nächstfolgenden Verzinsungsperiode zu bestimmen und ggf. das Darlehen in einer anderen Landeswährung in Anspruch genommen zu bekommen.

Allerdings übernimmt der Darlehensnehmer das Zinsänderungsrisiko und kann daher seine Zinsaufwendungen nicht im Voraus berechnen. Vor allem im Energie- und Rohstoffbereich werden zunehmend große Projekte von Kreditinstituten finanziert. Der Darlehensnehmer ist nicht mehr ein einziger ausländischer Händler, ein Land oder eine monetäre Behörde. Stattdessen ist der Darlehensnehmer in der Regelfall eine Objektgesellschaft, die die Zins- und Kapitalzahlungen aus den Mehrerlösen des Projektes erbringt.

Darüber hinaus werden Refinanzierungen und Neuaufnahmen (frisches Geld) im Zuge von Umschuldungsprogrammen regelmässig in Gestalt von Roll-over-Krediten präsentiert; für die Kreditinstitute ergeben sich die aus Roll-over-Krediten resultierenden Risken vor allem aus den Besonderheiten der Schuldner und ihres Umfelds. Der Euro-Geldmarkt, auf dem die Kreditinstitute immer wieder längere Darlehen mit kurzfristigen Termingeldern reformieren.

Roll-over-Darlehen können entweder als Terminkredite oder als revolvierende Kreditfazilitäten strukturiert werden, die in marktgerechter Höhe und Fälligkeit unterschiedlich genutzt werden können. Die Zinsänderungsrisiken werden an den Darlehensnehmer weitergegeben. Der Zinsaufwand für die Inanspruchnahme von Krediten wird auf der Grundlage eines kurzfristig gültigen Referenzzinssatzes (in der Regel Libor) und einer Spanne berechnet, die die Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers und die Marktsituation widerspiegelt.

Die bei erstklassigen Kreditnehmern unter 1/8 %-Punkt fallende Spanne wird zwar für die gesamte Dauer im Vorfeld festgelegt, der Zins wird jedoch zu Beginn jeder Umfinanzierungsperiode, in der Regel alle drei oder sechs Monate (Prolongation), an den dann gültigen Referenzzins angeglichen. Bei nicht in Anspruch genommenen Linien wird eine Zusagegebühr von weniger als 1/10 eines Prozentpunktes erhoben.

In einem detaillierten Darlehensvertrag werden unter anderem Bestimmungen vereinbart, die die Kreditinstitute von der Verpflichtung zur Garantie der Umfinanzierung in einer spezifischen Farbe oder Fristigkeit im Falle von Marktschwankungen freistellen (Verfügbarkeitsklausel) und die es den Debitoren zu Beginn eines jeden Refinanzierungszeitraums ermöglichen, einen Kredit in einer anderen Farbe aufzunehmen.

Die Convenants verlangen von den Schuldnern, dass sie während der Kreditlaufzeit gewisse Bilanzkennzahlen einhalten. Mehr als 80% der Darlehensnehmer waren industrielle Unternehmen. Rollover-Darlehen werden oft für große Handels-, Projekt- und Fusions- und Akquisitionsfinanzierungen verwendet. Rollover-Kredite in Form von Übertragbaren Krediten (TLF) können von den Kreditinstituten an Dritte verkauft werden. Literature: Allen, T J., Entwicklungen auf dem internationalen Markt für syndizierte Kredite, in: Bank of England Quarterly Bulletin, February 1991, p. 71 ff.